| Hobby-Elektronik: Spannungs-Stabilisierung mit Zenerdiode und Transistoren |
| Obwohl heute stabilisierte Spannungsversorgungen im allgemeinen mit Festspannungsreglern (siehe Seite "Festspannungsregler") aufgebaut werden, möchte ich hier einige diskret mit Zenerdiode und Transistoren aufgebaute Spannungsstabilisierungs-Schaltungen zeigen, die für Experimentierzwecke oder, falls kein geeigneter Festspannungsregler zur Hand ist, besonders geeignet sind. |
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| Erläuterungen Der Lastwiderstand RL steht hier bei allen Schaltungen stellvertretend und symbolisch für den an den Ausgang der Stabilisierungsschaltung (mit der Ausgangsspannung Ua) angeschlossenen Verbraucher. Als Eingangsspannung Ue ist eine mit einem Brückengleichrichter aus einem Trafo gewonnene und mit einem Elko (2200 bis 4700 uF) geglättete ungeregelte positive Gleichspannung, mindestens ca. 3 V größer als die gewünschte Ausgangsspannung Ua, geeignet. Die Leistungstransistoren BD435, BD436 (ähnliche Typen genausogut verwendbar) sind mit einem geeignet großen Kühlblech zu versehen. Ausprobieren: wenn der Transistor, mit dem Finger gefühlt, sich nicht mehr gut anfassen läßt, ist das Kühlblech zu klein ! Bild 1 zeigt die Grundschaltung einer Spannungsstabilisierung mit Zenerdiode und Transistor. Die Schaltung entspricht der Konstantspannungsquelle Bild 2 auf der vorhergehenden Seite "Zenerdioden". Die Schaltung ist hier ausgelegt für eine Ausgangsspannung Ua = + 5 Volt und einen maximalen Ausgangsstrom von einigen hundert Milliampere. Die Spannung Uz der Zenerdiode muß um die Basis-Emitter-Spannung Ube ~ 0,6 V größer als die gewünschte Auzsgangsspannung Ua gewählt werden. Bild 2. Für größere der Schaltung entnehmbare Verbraucherströme ist hier der Transistor aus Bild 1 durch eine Darlington-Schaltung mit T1 und T2 ersetzt. Die Zenerspannung Uz ist hier um 2 x Ube, also ca. 1,2 V, höher als die gewünschte Ausgangsspannung Ua zu wählen. Die Größe des Zenerdioden-Vorwiderstandes Rv ist entsprechend der vorhandenen Eingangsspannung Ue und der Zenerspannung Uz zu wählen (zur Dimensionierung siehe die Erläuterungen auf der vorhergehenden Seite "Zenerdioden"). Bild 3 zeigt eine interessante mit einer Komplementär-Darlingtonstufe aufgebaute Stabilisierungs-Schaltung. Zum Verständnis denke man sich T1 zunächst weg und den 4,7k-Widerstand überbrückt. Dann sieht man, daß der Rest der Schaltung mit T2 genau der Schaltung nach Bild 1 entspricht ! Die nun wieder vollständige Schaltung läßt sich jetzt wie folgt als Regelkreis verstehen: Weicht die Ausgangsspannung Ua ein wenig von der durch die Zenerdiode vorgegebenen (um Ube verminderten) Referenzspannung nach oben oder unten ab, so wird diese Differenz mit T2 verstärkt und die am 4,7k-Kollektorwiderstand von T2 abgegriffene verstärkte Spannung der Basis des Stelltransistors T1 zugeführt, der die Abweichung ausregelt. Experimentierschaltung: Die Schaltung nach Bild 3 ist für eine feste Ausgangsspannung von gut 12 Volt ausgelegt. Sie läßt sich leicht zu einem kleinen Experimentier-Netzgerät mit variabler Ausgangsspannung von 0 bis 12 Volt erweitern: Die Basis von T2 wird von der Zenerdiode abgetrennt. Parallel zu der Zenerdiode wird ein 10k-Poti mit seinen äußeren Enden angeschlossen und die Basis von T2 mit dem Potiabgriff verbunden. Jetzt kann man mit dem Poti eine variable Referenzspannung abgreifen, der entsprechend die Ausgangsspannung Ua sich einstellt. Wichtig: Die Schaltungen nach Bild 1 bis Bild 3 sind nicht kurzschlußgeschützt. Als einfachste Kurzschlußsicherung trennt man bei dem Experimentiergerät die Ue-Leitung (Bild 3) zwischen den beiden Punkten, bei denen der 1,5k- und 4,7k-Widerstand angeschlossen sind, auf und fügt eine 12V-Halogen-Glühbirne (10 oder 20 Watt) ein. |
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Stabilisierungsschaltungen ohne Zenerdioden Literaturhinweis: Wer sich
näher für das Thema interessiert, dem sei das Buch G.Peltz:
Stromversorgungen selbstgebaut. Theorie und praxiserprobte Nachbauschaltungen.
Elektorverlag 1988 empfohlen. |