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Bild 1: Einweg-Gleichrichter.
Diese einfachste Gleichrichterschaltung sollte nur für kleine Ströme
verwendet werden, da nur die positive Halbwelle der Wechselspannung zur
Gleichrichtung verwendet wird.
Bild 2: Zweiweg-Gleichrichter. Mit dieser Schaltung
werden beide Halbwellen der Wechselspannung gleichgerichtet. Die Schaltung
benötigt, um eine Gleichspannung + Ub gleicher Größe wie
in Bild 1 zu erzielen, zwei Transformator-Sekundärwicklungen mit
jeweils der Wechselspannung der Größe U~.
Bild 3a, b: Vollweg-Gleichrichter (Brücken-Gleichrichter).
Man beachte: Die Bilder 3a und 3b sind nur zwei verschiedene, gebräuchliche
Darstellungsweisen ein und derselben Schaltung. Auch diese Schaltung nutzt
beide Halbwellen der Wechselspannung zur Gleichrichtung. Sie benötigt
nur eine Trafo-Sekundärwicklung.
Ein Nachteil gegenüber der Schaltung Bild 2 liegt unter Umständen
darin, daß hier kein Anschluß der Sekundärwicklung mit
dem Bezugspotential (Ground = GND) verbunden ist, dieselbe Sekundärwicklung
also nicht gleichzeitig zusätzlich für weitere Schaltungen (z.B.
bei der Modellbahn: Beleuchtung, Magnetartikel) verwendet werden kann,
falls diese Schaltungen aus sonstigen schaltungstechnischen Gründen
mit GND verbunden sein müssen.
Auf die Berechnungen zur Dimensionierung dieser Schaltungen
einzugehen, möchte ich mir und Ihnen an dieser Stelle ersparen und
mich daher auf einige grobe, überschlägige Angaben zur Dimensionierung
beschränken. Im Übrigen gilt hier: Probieren geht über
Studieren.
Die erzielte Gleichspannung + Ub beträgt im Leerlauf den 1,4-fachen
Wert der effektiven Wechselspannung U~ der Trafo-Sekundärwicklung.
Bei Stromentnahme sollte man in der Praxis für + Ub nur mit etwa
dem 1,2-fachen Wert von U~ rechnen. Es ist auch zu berücksichtigen,
daß die Trafospannung U~ (insbesondere bei kleineren Trafos) im
Leerlauf meist deutlich über dem aufgedruckten Nennwert liegt und
bei Belastung (Stromentnahme) zufolge des Innenwiderstandes "ganz
schön in die Kniee geht".
Die Größe des Glättungskondensators C hängt von dem
Strom, den die Schaltung liefern soll, ab. Für Ströme von 0,1
bis 1 Ampere sind Elektrolyt-Kondensatoren von etwa 470 bis 4700 Mikrofarad
zu verwenden. Zur Unterdrückung von Schwingneigung und HF-Störungen
kann man evtl. einen 0,1 uF-Keramik-Kondensator Ck parallel schalten.
Für Ströme bis 1 A eignet sich als Gleichrichter die Standard-Diode
1N400x (x = 1 bis 7, siehe unten) oder ein entsprechender Brückengleichrichter.
Selbstverständlich muß der Trafo den gewünschten Strom
liefern können, die Kondensatoren und Gleichrichterdioden müssen
die benötigte Spannungsfestigkeit haben. Die Standard-Gleichrichterdioden
1N4001, 1N4002 ... 1N4007 haben in dieser Reihenfolge folgende maximalen
Sperrspannungswerte: 50, 100, 200, 400, 600, 800, 1000 Volt.
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