| Hobby-Elektronik CMOS-Analogschalter 4016, 4066, 4051, 4052, 4053 |
| (Fast alle Typen sind in älteren TV- und VR-Geräten zum Ausschlachten zu finden !) |
![]() |
| Während die CMOS-ICs
der bekannten 40xx-Reihe im allgemeinen Bausteine der Digitalelektronik
sind und damit nur logische Pegel (0 = 0 Volt und 1 = + Ub) verarbeiten,
sind CMOS-Analogschalter spezielle CMOS-ICs, die als elektronische Schalter
für analoge Spannungen verwendet werden. Sie können z.B. im NF-Bereich
zur Signalquellen-Umschaltung verwendet werden und damit mechanische Schalter
und Tastenaggregate ersetzen. Vorteile sind neben viel geringerem Preis
und dem einfachen Einbau u.a. höhere Zuverlässigkeit, knackfreie
Umschaltung, kürzere Signalleitungen und damit geringere Einstreugefahr
von Störsignalen. Für den Hobbyelektroniker bietet sich die Möglichkeit,
mit ihnen beliebige Schalterfunktionen zusammenzustellen. Das Prinzip des elektronischen Schalters erläutert Bild 1 im Vergleich: Wie beim Relais-Schalter wird auch beim CMOS-Analogschalter eine Steuer(gleich)spannung benötigt, die z.B. durch einen mechanischen Schalter ein- und ausgeschaltet wird. Der Steuereingang St ist ein digitaler Eingang, der Schalterzustand ein/aus wird also durch den logischen Pegel (0V bzw. +Ub) an St bestimmt. |
![]() |
![]() |
|
Analogschalter-Typen, Betriebs- und Grenzdaten |
|
Die wichtigsten Betriebs und Grenzdaten sind: |
| Analogschalter sind
auch die Multiplexer/Demultiplexer-ICs 4051, 4052 und 4053 im 16-poligen
DIL-Gehäuse, deren Pinbelegung Fig. 3 zeigt. 4053 enthält drei
unabhängig voneinander steuerbare Schalter 1 x UM, während 4051
und 4052 einem Drehschalter 1 x 8 bzw. 2 x 4 entsprechen. Die Schalterstellung
hängt von den an den Steuereingängen A, B, C (und Inhibit I, normal:
I = 0) liegendem BCD-Code ab: siehe die Wahrheitstabelle in Fig. 3. Als Besonderheit besitzen die drei Typen einen zusätzlichen Betriebsspannungsanschluß Vee (Pin 7), der normalerweise mit Vss = GND (Pin 8) verbunden wird oder eine gegenüber Vss negative Spannung erhält, wobei die Differenz zwischen Vdd (= +Ub) und Vee kleiner 18 Volt eingehalten werden muß. Zweck diese Anschlusses: Die Analogspannungen beziehen sich auf Vee, d.h. dürfen diesen Wert nicht unterschreiten, der Logikpegel des Steuereingangs ist auf Vss als 0-Pegel bezogen. Man hat also die Möglichkeit, mit einer positiven Logik massesymmetrische Analogsignale zu schalten. (Dabei liegt also Vss an 0V und Vee an negativer Betriebsspannung.) Literatur: Motorola McMOS-Handbook |
| Zusammenfassend beim praktischen
Umgang ("Basteln") besonders zu beachten: --> Der Steuereingang ist ein digitaler Eingang: 0-Pegel = Vss = GND (Höchstwert Vss + 0,8 V), 1-Pegel = Vdd = +Ub (Mindestwert 2/3 Vdd). Werte dazwischen machen keinen Sinn. -->Die Steuerspannung darf Vss nicht unter- und Vdd nicht überschreiten, man entnimmt sie daher am besten der Betriebsspannung des ICs. --> Die Schaltersteuerung erfolgt praktisch leistungslos, da der Steuereingang sehr hochohmig ist, man kann daher die Steuerspannung über einen Vorwiderstand von 10 kOhm bis 1 MOhm anlegen. --> Die Steuereingänge (hochohmige Mosfet-Gates) nicht benutzter Schalter nicht "frei in der Luft" hängen lassen sondern mit Vss (oder Vdd) verbinden. -->Die am Analog-Eingang und ebenso am Ausgang liegende Summe von Gleich und Wechselspannung (Spitze-Spitze-Amplitude) darf Vss (bzw. ggf. Vee s.o.) nicht unter- und Vdd nicht überschreiten. |
![]() |
|
![]() |
|
Schaltbeispiele |
![]() |
|