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2 x 8 watt stereo BTL output amplifier with DC volume
control
Mit dem IC läßt sich, wie das vorstehende Schaltbild (Applikationsschaltung
nach Datenblatt) zeigt, mit einem Minimum an externen Bauteilen ein erstklassiger
Stereo-NF-Endverstärker einschließlich elektronischer Lautstärke-Regelung
(22k-Poti) aufbauen. Jeder Kanal des ICs enthält jeweils zwei Ausgangsstufen,
von denen die eine das Signal mit positiver, die andere mit negativer
Amplitude liefert. Daran wird der Lautsprecher direkt angeschlossen. Unbedingt
die richtige Polung der Lautsprecher (+ Zeichen) beachten, da sonst der
Stereoeffekt mißlingt.
An die Eingänge ein1, ein2 ist jeweils der Schleiferabgriff eines
Lautstärkepotentiometers (logarithmisches Stereopoti, ca. 50k bis
100k) anzuschließen. Das "kalte" Ende jedes Potis ist
mit Masse (GND) zu verbinden.
Selbstverständlich ist das IC je nach gewünschter Ausgangsleistung
mit einem hinreichend großen Kühlkörper zu versehen.
Besondere Vor- und Nachteile der integrierten Schaltung
--- Vorteil: Wenige externe Bauteile erforderlich.
--- Vorteil: Aufgrund des großen Betriebsspannungs-Bereiches ist
das IC auch für kleinere und tragbare Batteriegeräte mit niedriger
Betriebsspannung (!) und im Auto bestens geeignet.
--- Vorteil: Die Lautstärkeregelung erfolgt mit Gleichspannung, es
ist daher kein Stereo-Poti erforderlich und es sind keine abgeschirmten
Leitungen zum Anschluß des 22k-Lautstärke-Potis nötig.
--- Ein gewisser Nachteil ist darin zu sehen, das die Eingänge einen
niedrigen Quellwiderstand erfordern, der durch den 5,1k-Widerstand am
Eingang erzwungen wird. Falls die Signalquelle diese Belastung nicht verträgt,
ist in die Eingangsleitung ein Vorwiderstand (z.B. 22k) zu legen, die
dadurch zufolge Spannungsteilung verminderte Eingangs-Signalspannung dürfte
durch die hohe Spannungsverstärkungs-Reserve des ICs kompensierbar
sein.
--- Das Gehäuse des ICs (SOT 141-6) entspricht, grob gesagt, dem
eines Leistungstransistors im Plastikgehäuse,
ist aber um einiges breiter, so daß statt der drei Beine 13 Pins,
die abwechselnd nach vorne und hinten gebogen sind, Platz haben. Ein gewichtigerer
Nachteil für den Bastler, der wie ich fast ausschließlich Lochraster-Platinen
verwendet, liegt darin, daß die Pins im Abstand von nur 1,7 mm stehen.
Hier kann man sich mit angelöteten Drähten, die mit Schrumpfschlauch
überzogen werden, helfen.
(24.11.03)
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