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Bild 1: Einschaltverzögerung:
Ein positiver Spannungssprung am Eingang (Punkt E) ergibt eine um eine
bestimmte Zeit verzögerte positive Spannung am Ausgang A (siehe Impulsdiagramm
oben rechts im Bild). Die Spannung an A ist um die Zenerspannung von D3
kleiner als die Betriebsspannung (+ 12 V).
Funktionsbeschreibung:
Im Ruhezustand ist der Transistor T1 gesperrt und T3 leitend, der Kondensator
C1 also entladen. Legt man mit Schalter S1 positive Spannung an den Eingangspunkt
E, wird T3 gesperrt. C1 wird nun über T1 und R1 linear aufgeladen
auf einen Wert, der von der Basisspannung von T1, also von D1 und dem
Wert des Trimmers Tr abhängt. Durch die Zenerdiode in der Emitterleitung
von T2, wird T2 erst dann leitend und damit Ausgang A verzögert positiv,
wenn an C1 die Zenerspannung erreicht wird.
D3 kann durch einen Widerstand ersetzt werden, wenn man den über
R4 durch die Zenerdiode bzw. den Widerstand fließenden Strom groß
gegen den Strom durch den durchgeschalteten Transistor T2 macht. Mit einem
veränderlichen Widerstand (Trimmer) kann jeder Schwellwert eingestellt
werden.
Die Verzögerungszeit hängt von R1, C1, Tr und dem Wert von D3
ab. Mit den angegebenen Wert liegt sie bei einigen Sekunden, wobei Tr
zunächst möglichst klein eingestellt werden sollte (Ausprobieren
ist angesagt !).
T3, R3 dient lediglich dem Zweck, C1 schnell wieder zu entladen, wenn
S1 wieder geöffnet wird.
Anstelle von S1 kann ggf. auch eine vorgeschaltete elektronische Schaltung
den Eingang E steuern. Alternativ kann S1 durch eine Drahtbrücke
ersetzt werden und mit Einschalten der Betriebsspannung mittels S2 eine
verzögerte Spannung am Ausgang A erzielt werden. T3 und R3 können
in dann entfallen.
Bild 2: Einschaltimpuls:
Ein positiver Spannungssprung am Eingang (Punkt E) ergibt einen positiven
Spannungsimpuls in Höhe der Betriebsspannung am Ausgang A (siehe
das Impulsdiagramm).
Funktionsbeschreibung. Der
linke Teil der Schaltung entspricht in Aufbau und Funktion genau dem von
Bild 1. Der Ladestrom von C1 wird hier jedoch über die Basis-Emitterstrecke
von T2 geführt und man erhält am Ausgang A ein verstärktes
positives Ausgangssignal für die Zeitdauer, während der T2 zufolge
des Ladestrom durchgeschaltet ist. Die Diode D2 ermöglicht die Entladung
von C1. Alles weitere zu Bild 1 Gesagte gilt auch für diese Schaltung.
Hinweis: Die Schaltung
nach Bild 2 erfüllt im Prinzip die gleiche Funktion wie ein monostabiler
Multivibrator (siehe dort), mit dem Unterschied, daß bei letzterem
der Triggerimpuls immer kürzer sein muß als dessen Ausgangsimpuls.
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