Hobby-Elektronik Basteleien mit Elektronik-Modulen aus Spielzeug (Fortsetzung der vorvorherigen Seite)
Bild 7 zeigt für die Modellbahn eine Schaltungsidee, die einen Warnton abgibt, wenn auf dem Gleis ein Kurzschluß besteht.
Der Bahn-Fahrstrom I wird über einen Meßwiderstand R1 geführt (R1 wäre z.B. bei der Fahrreglerschaltung (b), siehe oben, der Widerstand R11). Der bei dem maximal zulässigen Bahnstrom an R1 erzeugte Spannungsabfall löst einen Schmitt-Trigger aus, der die durch T1 auf 3 Volt herabgesetzte Betriebsspannung für IC 3 einschaltet.
IC 3 kann ein Tongenerator-Modul nach Bild 2a oder 3a sein. Manche Spielzeug-Handies (Schaltung nach Bild 2c) liefern bestens geeignete, eindrucksvolle Warnton-Signalfolgen. Die entsprechende Auslösetaste ist dann mit einer Drahtbrücke zu versehen.

Bild 8 zeigt einen durch eine Lichtschranke ausgelösten Zweiton-Gong für die Modellbahn, der an Bahnübergängen beim Herannahen eines Zuges ertönt. IC 4 ist das Tonmodul eines Spielzeug-Handies oder -Pianos nach Bild 2c oder 3c, das abklingende Töne liefert.
Funktionsbeschreibung: Fotodiode D1 und T1 sind der Empfängerteil einer Lichschranke. Der Widerstandswert von R3 ist so an die Fotodiode D1 anzupassen, daß bei Beleuchtung T2 gesperrt ist. Der bei Beleuchtungs-Unterbrechung am Emitter von T2 entstehende positive Spannungssprung löst erstens über R13 den höheren Ton "Ding" an IC 4 aus und startet zweitens über C2 ein Monoflop (T3, T4) mit nachfolgendem Inverter T5, der verzögert an IC 4 den zweiten, tieferen Ton "Dong" auslöst. Die Verzögerungszeit zwischen den beiden Tönen wird durch die Werte von C2 und R6 bestimmt.
Die Fotodiode D1 wird beleuchtet von einer auf der gegnüberliegenden Gleisseite installierten Infrarot-Sendediode, deren Strom mit einem Vorwiderstand auf ca. 20 mA eingestellt wird. Für meinen Versuchsaufbau habe ich aus einem Videorecorder ausgeschlachtete Infrarot-Sende- und Empfänger-Dioden verwendet. die dort zu Bandkontrolle dienten. Noch leistungsstärker sind Sendedioden aus TV- oder VRC-Fernbedienungen.
Alternativ kann die Lichtschranke durch einen
Magnetsensor M ersetzt werden, der durch einen kleinen Permanentmagneten an einem der Waggons angesprochen wird. R13 und C2 sind dann an Punkt A der links im Bild gezeigten Schaltung anzuschließen. Den Magnetsensor M habe ich aus einer Computer-Tastatur ausgeschlachtet.


Bild 9: Klangverbesserung. Die Piezo-Töner bei den Tonmodulen nach Bild 2a bis 2c können von den ICs direkt angesteuert werden, da sie fast leistungslos arbeiten, der Klang ist jedoch meist ziemlich "mikrig". Ähnlich wie in Bild 3b kann an einen der Ausgänge Q oder Qquer unter Zwischenschaltung eines Transistors (BC548) mit einem Basisvorwiderstand von mindestens 22 kOhm ein Mini-Lautsprecher angeschlossen werden. Besseren Klang bringt ein kleiner Opamp-Differenzverstärker gemäß nebenstehendem Bild 9 oder, falls größere Leistungen gewünscht sind, der Anschluß eines NF-Leistungsverstärkers.
14.12.05