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Fahrbetrieb auf N-Spur-Gleis
Will man die Eisenbahn aus dem Ei nicht nur als Sammelstück
in die Vitrine stellen, sondern auch Fahrbetrieb auf Schienen machen,
ergibt sich ein Problem. Da die Original-ÜEi-Radsätze aus einem
einzigen Stück Druckgußmetall bestehen, schließen sie
die stromführenden Schienen eines Zweileiter-Gleichstromsystem der
N-Spur kurz. Es sind verschiedene Möglichkeiten denkbar, dieses Problem
zu lösen.
- Die einfachste, allerdings nicht sehr zuverlässige und haltbare
Lösung ist, die Radlaufflächen mit einem isolierenden Klarlack
zu versehen.
- Dem versierten Bastler gelingt mit entsprechendem Werkzeug (eine kleine
Drehbank tut da gute Dienste) natürlich auch der Umbau der Radsätze
so, daß die Räder elektrisch isoliert sind.
- Ferner ließen sich die Original-ÜEi-Radsätze durch isolierte
N-Spur-Modellbahn-Radsätze (mit abgeschliffenen Lagerspitzen) ersetzen.
- Schließlich könnte man die Fahrzeugaufbauten aus dem Ei mit
geringem Umbauaufwand auch auf ein komplettes N-Spur-Modellbahn-Fahrgestell
(z.B. Kipplore von Fleischmann) setzen.
Mit diesen Veränderungen ist ein Fahrbetrieb auf N-Gleis möglich.
Die ÜEi-Fahrzeuge, die eher dem Z-Maßstab entsprechen, machen
jedoch auf einer N-Anlage einen optisch unbefriedigenden Eindruck, da
N-Lokomotiven im Vergleich deutlich zu groß und das Gleis zu grob
wirken. Ich habe daher einer ganz anderen Lösung den Vorzug gegeben.
Fahrbetrieb auf einem Zweispur-Gleis
Meine Anlage basiert auf dem Miniclub-System von Märklin
und verfügt als Teilstrecke über ein leicht zu bauendes Zweispur-Gleisoval,
bei dem eine motorisierte Lokomotive auf der einen, die angehängten
Überraschungseier-Waggons aber ohne jeglichen Umbau auf der anderen
Spur fahren. Hierfür eignet sich das Z-Gleis (Spurweite 6,5 mm) des
Miniclub-Systems, das um eine dritte Schiene zur N-Spur (9 mm) erweitert
wird (siehe Bild oben und Bastel-Tipps). Als Antriebsfahrzeug wird eine
Märklin-Miniclub-Lokomotive verwendet, der eine "Karosserie"
aus dem Ei angepaßt wurde. Der geringe seitliche Versatz zwischen
Lokomotive und Waggons ist praktisch nicht bemerkbar.
Meine motorisierten Diesellokomotiven sind auf der übernächsten
Seite zu sehen.
Dieses von mir favorisierte Z-Gleis-Dreischienen-System bietet ein optisch
sehr viel ausgewogeneres Bild gegenüber dem N-Spur-System und vermag
überdies der eisernen Regel des ernsthaften Sammlers zu genügen,
die jegliche wertmindernde Veränderung des geliebten Sammelobjektes
verbietet.
Es soll nicht verschwiegen werden, daß mit diesem System wohl nur
ein Fahrbetrieb auf Anlagen mit einfachem Gleisplan möglich ist,
da ein Weichenumbau auf das Dreischienensystem natürlich recht aufwendig
ist. Außerdem entsprechen die Ferrero-Radsätze nicht der NEM-Norm
und klemmen wegen zu dicker Spurkränze (es sei denn, man dreht sie
ab) in den Weichen-Führungen.
Zur Zeit habe ich eine zweite Anlage mit einem Gleisoval und einer dieses
umfassenden weiteren, zu einem sogenannten "Hundeknochen" zusammengestauchten
Rundstrecke als Zweispur-Schienensystem im Bau, auf der auch ohne Weichen
ein interessanter Fahrbetrieb möglich ist.
Eine Bilder-Auswahl meines Fahrzeugparks mit Original-Ferrero-Radsätzen
ist auf der folgenden Seite zu sehen.
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