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Fahrregler und Betriebszustands-Überwachung
Als Fahrregler verwende ich die Schaltungen (b) und (c), siehe "Elektronik".
Bild 2 zeigt die Endstufe der Fahrregler. Der
Ausgangsstrom des Endstufen-Transistors wird über den Polwender (Fahrtrichtungswechsel)
dem Gleis zugeführt. Der Rückstrom vom Gleis führt über
den Polwender, über eine Glühlampe La als Kurzschlußstrombegrenzung
(siehe "Elektronik") und einen Meßwiderstand Rm = 0,68
Ohm nach Ground GND (rot gezeichnet).
Zur Betriebsüberwachung wird die Fahrspannung am Emitter von Tra
abgegriffen und dem Spannungsmeßinstrument U zugeführt. Der
Spannungsabfall an Rm, der ein Maß für den Fahrstrom ist, wird
dem Meßinstrument I zugeführt. Die Meßinstrumente sind
etwas unauffällig getarnt als Bestandteil der "Betriebsgebäude"
der Anlage untergebracht. Anstelle von Drehspulinstrumenten verwende ich
auch 10-stufige LED-Leuchtband-Anzeigen mit den ICs UAA 180 (siehe "Elektronik")
und LM 3914, die ebenfalls in einem "Betriebsgebäude" eingebaut,
interessante Lichteffekte auf der Anlage ergeben.
Die an Rm abgegriffene Spannung kann auch für eine elektronische
Kurzschlußstrombegrenzung (siehe "Elektronik") anstelle
der Glühlampe La verwendet werden.
Die verschiedenfarbigen LEDs D1, D2 zeigen die Fahrtrichtung an. Nachteilig
ist, daß die Anzeige nur bei Fahrspannung am Gleis erfolgt. Daher
habe ich die Fahrtrichtungsanzeige auf meiner 2. Anlage von der Mikrocontrollersteuerung
(siehe unten) abgeleitet.
Infrarot-Fernbedienung
Meine Anlage kann, über elektronische Analogschalter (siehe "Elektronik")
umschaltbar, direkt von Hand oder mit einer Infrarot-Fernbedienung betrieben
werden. Letztere hat sich so gut bewährt, daß ich fast nur
noch diese benutze !
Für die Fernbedienung benutze ich aus TV-Geräten ausgeschlachtete
Bedienungssysteme und unverändert deren zugehörige Infrarot-Fernbedienung.
Für den Fahrbetrieb werden die Analogfunktionen Lautstärke,
Helligkeit, Kontrast und Sättigung verwendet, mit denen der Fahrregler
angesteuert wird; die Kanal- bzw. Programmumschaltung wird für verschiedene
Schaltfunktionen benutzt. Auf meiner 1. Anlage verwende ich den älteren
IC-Satz SAF 1039 (Sender in der Fernbedienung) und SAF 1032 (Empfänger).
Auf meiner 2. Anlage verwende ich den Mikrocontroller 84 C 640 mit I2C-Bus
oder, z.Zt. noch versuchsweise, MAB 8441 C + SAB 3037 als Empfänger.
Diese Empfänger-Bausteine (und ähnliche) finden sich in älteren
TV-Geräten der 1980er und 1990er Jahre. Die Elektronik-Platinen können
nach Entfernung nicht mehr benötigter Komponenten fast unverändert
übernommen werden, wobei ich bei größeren Platinen den
Platinen-Teil mit den relevanten Bausteinen mit der Laubsäge aussäge.
(Bedienungssysteme aus neueren TV-Geräten sind weniger geeignet,
da sie wegen höchster Komplexität kaum noch zu überblicken
sind.) Die zugehörigen Infrarot-Fernbedienungen arbeiten häufig
mit dem weitverbreiteten RC5-Code und sind daher auch gegen andere (Flohmarkt,
Sperrmüll) austauschbar.
Näheres zur Schaltungstechnik siehe Elektronikseiten.
Spielaktive Bahnanlage
Meine 2. Anlage, von der ich noch keine Bilder zeigen kann, da sie zwar
weitgehend fertiggestellt aber noch im Endausbau befindlich ist, ist,
da sie zur Mitnahme auf Ausstellungen gedacht ist, besonders "spielaktiv"
konzipiert. Neben dem Bahn-Fahrbetrieb mit durch Infrarot-Lichtschranken
(siehe "Elektronik") ausgelösten Pfeif- und Bimmelgeräuschen
an Bahnübergängen, sind weitere in einem Kirmes-Betrieb (siehe
"ÜEi-Spielzeug") integrierte Gags vorgesehen. Dazu gehören
neben zahlreichen Blink-, Lauflicht- und Toneffekten und einem in die
Anlage integrierten, verdeckt eingebauten Radio ein spielaktiv zu betreibendes
elektronisches Würfelspiel, ein Roulettespiel, und ein Reaktionszeit-Tester.
Die elektronischen Grundbausteine dieser Gags stammen meist aus billigem
Kleinspielzeug (siehe "Elektronik"). Hier hat zugegebenermaßen
der Hobby-Elektroniker die Bahnanlage als Vorwand genommen, seiner Bastel-Leidenschaft
zu frönen ! Aber es hat mich immer schon gereizt, hinter unscheinbarem
Fantasie-Spielzeug eine raffinierte Technik zu verstecken.
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